Reise Kodex

Auch wenn wir in Europa kaum mehr unberührte Natur vorfinden sollten wir uns, freiwillig, an gewisse Regeln halten um uns diesen wertvollen Erholungsraum auch langfristig zu erhalten.

Warum ein Ethik Kodex?

Fahrrad und e-Bike bieten uns eine hervorragende Möglichkeit unsere Freizeit, oder gar einen ganzen Urlaub in der Natur zu verbringen. Betrachten wir es daher als ein Privileg die Großstadt mit all ihren Alltäglichkeiten ein Stück weit verlassen zu dürfen.
Dabei nutzen wir den Raum gemeinsam mit anderen Menschen wie Bikern, Wanderern, sportlich aktiven und vielen mehr. Vor allem aber teilen wir uns diesen Lebensraum mit Mutter Erde, die uns mit einem vielfältigen Pflanzenangebot wie der in ihr lebenden Tierwelt umgibt.
Wer „wild“, oder besser vollkommen frei unterwegs sein möchte tut erst recht gut daran sich so „unauffällig“ wie möglich zu bewegen um sich und Anderen auch für die Zukunft diesen Freiraum zu bewahren. Landbesitzer, Waldarbeiter, Ranger, Naturschützer und viele Weitere beobachten unser „Treiben“ mit argwöhnischen Augen und schreiten, zurecht, bei Verstößen ein, was dem eigenen Vorhaben eine vermeidbare Störung beschert.

Darum:
Auch wenn wir in Europa kaum mehr unberührte Natur vorfinden sollten wir uns, freiwillig, an gewisse Regeln halten um uns diesen wertvollen Erholungsraum auch langfristig zu erhalten.

Freiwilligen "Regeln", oder auch "Verhaltensweisen".

  • Bereite Dich auf Dein Vorhaben vor

Du solltest, zumindest annähernd, wissen wo Du bist und welche Strecke Du fahren willst. Sicherlich ist dies für ein Microadventure nicht ausschlaggebend, bei einer längeren Tour halt  eben doch. Informiere Dich über mögliche Routen, hab bei Touren abseits asphaltierter Wege Ausweichrouten parat und speichere diese bestenfalls in deinem Handy, oder GPS Gerät ab. Auch Übersichtskarten, möglichst wasserfest, sind eine sinnvolle Investition. 

  • Hinterlasse keine Spuren

Natürlich wirst Du Spuren hinterlassen magst Du jetzt sagen. Ja, in geringem Umfang! Räume Deinen Rastplatz, oder Dein Nachtlager auf! Nimm Deinen Müll wieder mit und hebe auch eine eventuelle Feuerstelle wieder aus und decke sie mit Erdreich zu. Entsorge den Müll später artgerecht. Verrichte Deine Bedürfnisse so, das es nicht offensichtlich (herausragendes Klopapier) ist. Mach Dich einfach unsichtbar…

  • Nimm mehr mit als Du mitgebracht hast

Nicht jeder beherrscht die „Spurenlosigkeit“. Nimm also „wilden Müll“ einfach mit und entsorge ihn später. Der Umwelt und uns ALLEN zu liebe.

  • Alles darf sein, nichts muß

Lass Dich nicht von „unvorhersehbarem“ und plötzlich eintretenden Dingen aus der Ruhe bringen. Streckensperrungen verändern Deine Planung, mehr aber auch nicht. Dann erreichst Du Dein Ziel möglicherweise später, oder vielleicht auch gar nicht, erlebst dafür aber eine andere, möglicherweise viel schönere Tour. 
Lass Dich nicht hetzen, auch wenn Deine Mitfahrer höhere Leistungsansprüche haben. Es geht um Dich, um Dein Erleben, Dein Wohlbefinden und Deine Gesundheit! Sei jederzeit dazu bereit die Anderen fahren zu lassen und Dein eigenes Ding zu machen; aus welchen Gründen auch immer! Sorge vor das Du Dich alleine zurecht findest und agieren kannst.

  • Sorge für Deine „Sicherheit“

Trage die Schutzausrüstung, die zu Deinem Vorhaben passt. Mindestens Helm und Handschuhe sind Pflicht! Führe ein „Erste Hilfe“ Set mit Dir und vergiss auch, wenn notwendig,  Deine Medikamente nicht. Eine 500ml Flasche Wasser wie etwas, kalorienreicher Proviant (z.B. Riegel) sind eine zusätzliche Sicherheitsreserve. Ein einfacher Platten mitten im Wald sorgt bereits für Bedarf. Eine Rettungsdecke ist ebenfalls ein sinnvolles Accessoire. Dein Rad sicherst Du am Besten mit einem guten Schloss, wobei abseits der Wege auch ein einfaches reicht!

  • Lass Dich nicht hetzen

Du bist mir dem Rad , oder e-Bike in Deiner persönlichen Freizeit unterwegs. Stress und Hetze kennst Du wahrscheinlich zu Genüge aus dem Alltäglichen! Plane Strecken mit geringeren Tagesetappen. So hast Du Zeit um auf unvorhergesehenes zu reagieren und kannst Deine Umgebung genießen! Schau Dich um, mach mal Pause, oder besichtige eine Stadt, die auf dem Weg liegt! Wie gesagt, wenn Andere höhere Leistungsansprüche an sich haben, lass sie ziehen!

  • Nimm nur das Notwendigste mit

Wir Alle neigen dazu viel zu viel einzupacken und zu besitzen. Auf dem Rad ist dies, wie meist auch im Leben, nur unnötiger Ballast. Wenn etwas fehlt, lerne zu improvisieren. Das erweitert den eigenen Horizont und hilft auch im „normalen“ Leben. Was genau das Notwendigste sein soll, ist von der Art wie Länge Deiner Tour und Deinen persönlichen Ansprüchen abhängig. 

  • Lass Alles an seinem Platz

Gemeint ist die Natur. Walze weder Alles platt, noch reisse einfach irgendetwas ab. Zeige der Natur gegenüber deinen Respekt.

  • Bleib in der Spur

Halte Dich an vorhanden Wege und Pfade. Du musst keine „neuen“ Spuren bahnen um Dein Ziel zu erreichen. Es hilft uns die Natur zu bewahren. Im Sinne von uns und unseren eigenen Nachkommen.

  • Befahre keine Singeltrails bei Regen, oder Nässe

Auch wenn es Spaß macht gute Singletrails zu fahren. Wenn sie nass sind steigt einerseits die Unfallgefahr, andererseits vernichtest Du den Untergrund mehr als notwendig. Schon die Natur und Du hast länger Freude an dem was sie Dir bietet!

  • Verhalte Dich wie ein „Indianer“

Naturvölker leben in und mit der Natur. Ihr Überleben ist von einem ressourcenschonden wie wissenden Umgang geprägt. Eigenschaften, die wir uns als Radfahrer und e-Biker zu Nutzen machen können!

  • Hab einen Plan „B“

„Nur“ für den Notfall. Hinterlasse irgendwem Deine ungefähre Route und was passieren soll, wenn Du Dich in einem abgesprochenen Zeitraum nicht meldest. Ein GPS Tracker und Notfallsender hilft Dir auch in Regionen ohne Handyempfang eine Notfallmeldung abzusetzen. Zudem hilft es das Handy einmal mehr ausgeschaltet zu lassen. „Nur Sklaven müssen erreichbar sein, Könige haben Wahlmöglichkeiten“, eine wahre Aussage, auch im „normalen“ Leben.

  • „Arschloch Freie Zone“

Gunnar Fehlau beschreibt diese „Regel“ in seinem Ratgeber  „Rad und Raus“ genau passend. Für manch einen vielleicht etwas hart ausgedrückt, aber ehrlich! Wir bewegen uns in der Natur um Spaß und Erholung verbunden durch ein gutes Miteinander, wie Hilfsbereitschaft und vielleicht auch ein Stück Kameradschaft zu erleben.
Also halte Dich, wie Gunnar es ausdrückt, „während eine Tour von Arschlöchern fern undbeherzige dieses auch in deinem eigentlichen Leben wie auf Wahl- und Stimmzetteln.“

Alles Weitere darf getrost zu Hause bleiben.

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